Mittwoch

Seniorenhilfe als soziale Alternative

In früheren Zeiten war Nachbarschaftshilfe ein Bestandteil des ganz normalen Lebens. Wer fünfundvierzig Jahre und mehr gearbeitet hatte, ging in den verdienten Ruhestand. Der Arbeitsplatz war meistens in der Nähe um die Ecke gewesen, genauso wie Freunde, Verwandte und die eigenen Kinder.

Wer Rentner war, hatte einfach Zeit seinen Lebensabend zu genießen. Und das war gut so. Es war die natürlichste Sache der Welt, sich als Ruheständler in seinem sozialen Umfeld einer sinnvollen Aufgabe zu widmen. Innerhalb der Familie oder bei Freunden und Bekannten im Viertel gab es jede Menge Möglichkeiten zu helfen, und so einen sinnvollen, nützlichen und auch befriedigenden Lebensabend, zu verbringen. Frei nach dem Motto: "Das kann ich, da helfe ich." wurden soziale Kontakte gepflegt oder neu geknüpft. Gab es einem doch das Gefühl, gebraucht zu werden und in der Gesellschaft einen anerkannten Platz zu haben.

Nach einem langen Arbeitsleben in den wohlverdienten Ruhestand. Geachtet von den jungen Menschen, die es erst noch soweit bringen wollen, damit auch sie den Generationenvertrag erfüllen und so dem sozialen Netzwerk den richtigen Halt geben. In einer familieorientierten Gesellschaft hat jeder seine Aufgabe.

Heute leben Familien oftmals getrennt voneinander in verschiedenen Städten und Gemeinden. Die Patchworkfamilie ist eine moderne Lebenform in einer modernen Gesellschaft geworden. Sie hat sich unter anderem daraus entwickelt, dass Ehen nur noch selten ein ganzes Leben lang halten. In guten wie in schlechten Zeiten scheint heute nicht mehr die Bedeutung von damals zu haben.

Samstag

Kommunikation im Wandel der Zeit

Einst war es das gute, alte Telefon aus Bakalit und der mit Tinte handschriftlich verfasste Brief, die es einem ermöglichten über größere Entfernungen Kontakte zu Freunden, Verwandten und Kindern zu halten. Heute hat sich die Kommunikationslandschaft auf Grund des Fortschritts grundlegend verändert und es hat sich eine Vielfalt an Kontaktmöglichkeiten entwickelt, von der seinerzeit niemand zu träumen wagte.

Die Erfindung von Internet und Computer haben in rasantem Tempo Fortschritt und Entwicklung auf technischem und wissenschaftlichem Gebiet zu Gunsten der Lebensqualität angekurbelt. Heute sind Notebook und Internet schon so selbstverständlich wie das Telefonieren von damals. Sie sind mittlerweile in fast jedem Haushalt und Arbeitsplatz zu finden, und nicht mehr wegzudenken.

In der heutigen Zeit leben Kinder häufig viele Kilometer entfernt in einer anderen Stadt wie ihre Eltern oder Geschwister. Die Suche nach einem adequaten Arbeitsplatz ist sicherlich einer der Gründe dafür. Damit der familiäre Kontakt aber dennoch nicht abreißt, hat man heute die Möglichkeit, per Handy mobil zu telefonieren oder sich SMS (short-message-service) zu senden. Desweiteren kann man sich mit dem Notebook E-Mails zusenden, in denen man auch Bilder anfügen kann. Eine relativ neue Möglichkeit ist die Internettelefonie mit Bild bei der man sich live am Notebook sehen und hören kann. Das ist besonders nützlich, da man sich gegenseitig etwas über die Webcam zeigen und erklären kann, z.B. Formulare, Gebrauchsanweisungen usw.

Die stark ansteigende Alterspyramide macht diese Möglichkeiten auch für Senioren und hilfsbedürftige Menschen interessant. Dadurch lassen sich regelmäßige Kontakte und Nottelefone einrichten, die für mehr Sicherheit sorgen und einen abnehmenden Aktionsradius einer anwachsenden Bevölkerungsgruppe ausgleichen. Dies bedeutet soziale Sicherheit und zugleich einen Mehrwert für die ganze Familie.